Misión Popular Libre Krefeld

Jesucristo es el mismo ayer, y hoy, y por los siglos. Heb.13.8

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Rundbrief 2001 / Ewald Frank

1. Rundbrief




Geliebte in Christo, von Gott auserwählt, zerstreut auf der ganzen Erde, ich grüße Euch in dem heiligen und kostbaren Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Um bei Seiner Wiederkunft in die Herrlichkeit genommen zu werden, ist unsere Zubereitung das Wichtigste, denn so steht es geschrieben: „… und die Jungfrauen, welche bereit waren, gingen mit Ihm zum Hochzeitsmahl hinein.“ (Matth. 25), „… und Seine Braut hat sich bereitet …“ (Offbg. 19, 7).
Zwei Bibelstellen sollen uns in dieser kurzen Darlegung begleiten:
Ich habe euch nicht geschrieben, weil euch die Wahrheit unbekannt ist, im Gegenteil: weil ihr sie kennt und auch wisst, dass keine Lüge ihren Ursprung aus der Wahrheit hat. (1. Joh. 2, 21)
Wir aber sind aus Gott; wer Gott erkennt, der hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist der Täuschung. (1. Joh. 4, 6).
Wie in jeder belehrenden Predigt und in all unseren Büchern werden wir auch in diesem Rundbrief das Wort Gottes reichlich unter uns wohnen lassen. Zwei Dinge werden uns von Anfang an vor Augen geführt: Das Wort, wie es aus dem Munde des Allmächtigen kam, und die Deutung, geflüstert von dem alten Schlang. Das Wort ist Geist und Leben, die Deutung totbringendes Gift. Diejenigen, die wirklich glauben, wie die Schrift sagt (Joh. 7, 38), und im Wort der Wahrheit bleiben (Joh. 15), sind die wahren Kinder Gottes. Die anderen, die jeder Deutung nachlaufen, sind der vermischte Same. Das Wahre und das Falsche, das verständnis der Schrift und die Missverständnisse haben die Menschheit allgemein, später Israel und dann die Gemeinde auf dem ganzen Weg begleitet, und so bleibt es bis zum Ende.
Zunächst ist das Wort der Same (Luk. 8, 11). Das kann nicht genug betont werden. Geht der Same des Wortes auf, wird er in den Kindern des Reiches Gottes offenbar (Matth. 13, 38a). Das Unkraut sind die Kinder des Bösen (Matth. 13, 38b). Zwei verschiedene Sämänner säen zwei grundverschiedene Samen, die beide auf demselben Feld wachsen. Zur Erntezeit wird dann der Weizen in die himmlische Scheuer gesammelt und das Unkraut, welches vom gleichen Regen lebte und die Reife unter der gleichen Sonne empfing, wird verbrannt werden (Matth. 13, 30).
Die Warnung, nicht zu erklären und nicht zu deuten, was Gott gesagt hat, muss ernst genommen werden. Im Anfang war das Wort; die Deutung folgte später. Der Apostel Johannes beginnt seinen ersten Brief so: „Was von Anfang an da war, was wir gehört, was wir mit unseren eigenen Augen gesehen, was wir beschaut und unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens, — und das Leben ist offenbar geworden, und wir haben es gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbar geworden ist …“ (verse 1-2).
Das Neue Testament begann mit der Erfüllung alttestamentlicher Prophetie. In den vier Evangelien finden wir die Beschreibung unseres Erlösers von Seiner Geburt bis zu Seiner Himmelfahrt. Gott hatte verheißen, einen neuen Bund zu schließen, uns ein neues Herz, einen neuen Geist und neues Leben zu geben. Im Neuen Testament erleben wir die Erfüllung. Johannes der Täufer war gemäß Jes. 40, 3 und Mal. 3, 1 ein verheißener Prophet. Als die Zeit erfüllt war, wachte Gott über Seinem Wort, sandte den Engel Gabriel zu Zacharias und kündigte die Geburt des Vorläufers an: „Viele von den Söhnen Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, zurückführen; und er ist es, der vor Ihm einhergehen wird im Geist und in der Kraft des Elia, um die Herzen der Väter den Kindern wieder zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten zu führen, um dem Herrn ein wohlbereitetes Volk zu schaffen.“ (Luk. 1, 15-17).
In Matth. 3, 1-2 und in Kapitel 11, 7-14 bestätigte unser Herr die Erfüllung der Weissagung durch den Dienst Johannes des Täufers, der Ihm den Weg bereitete. In Markus 1, 1-3 werden die beiden Stellen aus dem Alten Testament direkt am Anfang genannt. Eine weitere Bestätigung finden wir in der Weissagung des Zacharias (Luk. 1, 67-80).
Im 1. Kapitel des Johannes-Evangeliums wurde Johannes, der Mann von Gott gesandt, selbst gefragt: „Wer bist du?“ „Da bekannte er unverhohlen und erklärte offen: ,Ich bin nicht Christus.‘ Sie fragten ihn weiter: ,Was denn? Bist du Elia?‘ Er sagte: ,Nein, ich bin es nicht.‘ ,Bist du der Prophet?‘ Er antwortete: ,Nein.‘ Da sagten sie zu ihm: ,Wer bist du denn? Wir müssen doch denen, die uns gesandt haben, eine Antwort bringen! Wofür gibst du selbst dich aus?‘ Da antwortete er: ,Ich bin die Stimme dessen, der in der Wüste ruft: ‘Ebnet dem Herrn den Weg!‘“ wie der Prophet Jesaja geboten hat.“ (19-23).

Die Schreiber der Evangelien haben durch die Leitung des Heiligen Geistes die Betonung auf die Erfüllung der alttestamentlichen Weissagungen gelegt. Lukas beginnt folgendermaßen: „Weil bekanntlich schon viele es unternommen haben, einen Bericht über die Begebenheiten, die sich unter uns erfüllt haben, so abzufassen, wie die Männer sie uns überliefert haben, die von Anbeginn an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, habe auch ich mich entschlossen, nachdem ich allen Tatsachen von den Anfängen an sorgfältig nachgegangen bin, alles für dich, hochedler Theophilus, in rechter Reihenfolge aufzuzeichnen, damit du dich von der Zuverlässigkeit der Nachrichten, in denen du unterwiesen worden bist, überzeugen kannst.“ (1, 1-4).
Die Männer Gottes am Anfang waren Augenzeugen und konnten das weitergeben, was sie gesehen, was sie gehört und erlebt hatten. Doch sie waren nicht einfach nur Berichterstatter, sondern in erster Linie Diener des Wortes, haben vollkommenes verständnis von Gott empfangen und alles der Schrift gemäß geordnet und uns hinterlassen.
Der Apostel Petrus, einer der Hauptzeugen bei dem ersten Kommen unseres Herrn, schreibt auch von Seiner Wiederkunft: „Denn wir sind nicht klug ersonnenen Fabeln nachgegangen, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus verkündigten, sondern wir sind Augenzeugen Seiner wunderbaren Herrlichkeit gewesen. … und um so fester steht uns nun das prophetische Wort, das wir besitzen, und ihr tut wohl, auf dieses Acht zu geben als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der volle Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht. Dabei müsst ihr euch vor allem darüber klar sein, dass keine Weissagung der Schrift eine eigenmächtige Deutung zulässt; denn noch niemals ist eine Weissagung durch menschlichen Willen ergangen, sondern, vom heiligen Geist getrieben, haben Menschen von Gott aus geredet.“ (2. Petr. 1, 16-21). Zur Zeit der Erfüllung leuchtet das geoffenbarte Wort als helles Licht in der religiösen Finsternis.
Der Apostel Johannes erwähnt zwar den Dienst des Botschafters, des Vorläufers, macht aber Christus, das Fleisch gewordene Wort, zu seinem Hauptthema. Ein wahrer Knecht Gottes verkündigt das Wort, doch Christus ist das Wort. Ein Mann von Gott gesandt weist uns den Weg, doch Christus ist der Weg. Ein Apostel kann das empfangene Licht weitergeben, doch Christus ist das Licht. Prediger können über die Auferstehung sprechen, doch Christus ist die Auferstehung und das Leben.
Gott tut alles gemäß Seinem Wort. Darin sind Seine Wege und Sein Wille geoffenbart. Wer wirklich einen Dienst durch Berufung hat, wird zunächst selbst das vollkommene, göttliche verständnis für das vollkommene Wort Gottes bekommen und es dann in vollkommener Ordnung gemäß dem vollkommenen Heilsplan einordnen. Von Matthäus, Kapitel 1 an können wir den hinterlassenen Fußspuren folgen, nämlich wie sich alle entsprechenden Weissagungen erfüllt haben. Darin kommt das Göttliche, das Überzeugende des Neuen Testaments zum Ausdruck, indem 109 Weissagungen aus dem Alten Testament als erfüllt bestätigt werden.
Als Christus, der Retter, geboren wurde, finden wir in Matth. 1, 22 den Ausspruch: „Dies alles ist aber geschehen, damit das Wort erfüllt würde, das der Herr durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt: …“ (Jes. 7, 14).
Mit Bezug auf den Geburtsort steht geschrieben: „Sie antworteten ihm: ,Zu Bethlehem in Judäa; denn so steht bei dem Propheten geschrieben: …” (Matth. 2, 5; Micha 5, 1).
Über seinen Aufenthalt in Ägypten wird uns berichtet: „… dort blieb Er bis zum Tode des Herodes. So sollte sich das Wort erfüllen, das der Herr durch den Propheten gesprochen hat, der sagt: ,Aus Ägypten habe Ich Meinen Sohn gerufen.‘“ (Matth. 2, 15; Hosea 11, 1).
Im Hinblick auf die Ermordung der Kinder heißt es: „Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, der spricht …“ (Matth. 2, 17; Jer. 31, 15).
Von Seinem Aufenthalt in Kapernaum schreibt Matthäus: „Er verließ jedoch Nazareth und verlegte Seinen Wohnsitz nach Kapernaum, das am See Genezaret liegt im Gebiet von Sebulon und Naphthali, damit das Wort das Propheten Jesaja erfüllt werde …” (Kap. 4, 13-14; Jes. 9, 1-2).
In Luk. 4 las unser Herr aus dem Propheten Jesaja und erklärte dann: „Heute ist dieses Schriftwort, das ihr soeben vernommen habt, zur Erfüllung gekommen! (V. 21; Jes. 61, 1-2). Von Seiner Geburt bis hin zu den letzten Augenblicken erfüllte sich die Heilige Schrift.
Auf Seinem Weg nach Golgatha lesen wir in Joh. 19 mehrere Male: „… so sollte das Schriftwort seine Erfüllung finden …“ (V. 24; Ps. 22, 17-19).
„Darauf, weil Jesus wusste, dass nunmehr alles vollbracht war, sagte Er, damit die Schrift ganz erfüllt würde: ,Mich dürstet …‘“ (Vv. 28-30; Ps. 69, 22).
„Dies ist nämlich geschehen, damit das Schriftwort erfüllt würde: ,Es soll kein Knochen am Ihm gebrochen werden …‘“ (V. 36; Ps. 34, 21).
„Und noch eine andere Schriftstelle lautet: ,Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.‘“ (V. 37; Sach. 12, 10). In den letzten 24 Stunden vor Seinem Tod erfüllten sich an Ihm genau 24 Weissagungen.

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